high fire haifa

High Fire Haifa

In Gedenken an David Navon

HIGH FIRE HAIFA Waldbrand in Israel

Dezember 2010, als der Größte Waldbrand in der Geschichte Israels auf dem Karmelgebirge in Haifa wütete. 44 Menschen kostete er das Leben, etwa 35 km² Wald wurde vernichtet. Mehr als 40 Prozent der Flora und Fauna im Karmel-Gebirge wurden vernichtet. Auf einer Fläche von 50 der insgesamt 120 Quadratkilometer der Region habe das Feuer alles niedergebrannt.

Die Fotoausstellung „High Fire Haifa“ hat der berliner Fotograf Eduard Frelke David Davon gewidmet. In Gedenken an David Davon, Ehemann und Vater von 2 Kindern, ist bei der Rettungsaktion ums leben gekommen. Er war zur Zeit des Branden Fahrer eines Busses, der die Polizisten zum höher gelegenen Gefängnis auf dem Karmelgebirge fuhr. Auf dem steilen BergWeg zum Gefängnis geriet der Bus in ein Feuerfalle, sodass eine Rettung für 40 Insassen nicht mehr möglich war. Darunter war der Busfahrer David Navon. Die Menschen erlitten einen schrecklichen Tot, indem Sie bei lebendigen Leibe verbrannt sind.

Der Berliner Fotograf Eduard Frelke lernte David Navon bei seiner ersten Israelreise kennen. Navon war der Busfahrer der Reisegruppe, der sie eine Woche lang quer durch das Land fuhr. Bei dieser Reise entstand eine enge Freundschaft zwischen dem Fotografen und David. Zurück in Deutschland wollte Frelke die neue, frische freundschaftliche Beziehung zwischen ihnen pflegen, doch der Versuch jeglicher Kontaktaufnahme scheiterte.

Kurz nach der Rückreise im Dezember 2010 brach der verheerende Waldbrand im Karmelgebirge aus. Dass David Navon bei der Rettungsaktion ums leben gekommen ist, erfuhr der berliner Fotograf von der Reiseagentur, die die Reise orgnisiert hat. Die Nachricht über den schrecklichen Tot Davids, erschütterte den Fotografen zutiefst. Er sah es als seine mindeste Pflicht an, eine Erinnerung an die Nachwelt, an die Angehörigen in Gedenken an die heldenhafte Aktion Menschen geretten zu haben, und sein eigenes dafür zu geben, eine Fotonachlass von der Katastrophe zu hinterlassen. Somit reiste Frelke kurze Zeit später als der Brand gelöscht war, an den Unglücksort. Eduard Frelke dokumentierte in 20 Großaufnahmen die Überreste der leblosen Natur, die einst mit Grün den Karmelgebirge bedeckten, dessen Spitzname “die kleine Schweiz” war.

Die Fotoausstellung „High Fire Haifa“ von Eduard Frelke hat deutschlandweit an Aufmerksamkeit gewonnen und wurde in verschiedenen Städten wie Nürnberg, Frankfurt, Dessau, Berlin, ausgestellt.


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